Die Wikinger und der Islam - Teil 2

Wikinger folgten den europäischen Seen runter in das Kaspische Meer, und erreichten Bagdad mit Kamelkaravanen, einer Distanz von etwa 5,000 km.


Arabische Silberműnzen und andere Artefakten aus Kazakhstan und Nachbargebieten wurden bei Heimdalsjordet gefunden, einem ehemaligen Marktplatz in der Nähe von Sandefjord sűdwestlich von Oslo (Norwegen). Sie kommen von der Seidenstraβe und zeigen, daβ die Wikinger definitiv Kontakt mit muslimischen Händlern hatten.


Muslime waren tief in den Norden Europas gereist und erreichten unter der Umayyaden Periode (8. Jahrhundert) das Land der Rus, das heutige Skandinavien. Dabei trafen sie auf extreme Situationen, wie beispielsweise abnormale Zeiten und wie sie das Gebet und Fasten eines Muslims beeinflussen.



Der muslimische Autor Ibn Horrabadbeh schrieb 844 űber die Handelsroute der Wikinger mit den Abbasiden und wie sie ihre Gűter nach Bagdad auf Kamelen transportierten.


Der muslimische Diplomat Al-Ghazal aus Al Andalus erreichte 844 Dänemark auf einer diplomatischen Mission und gab eine sehr lebendige Beschreibung des Landes, der Sitten und Gebräuche und der Menschen. Sowohl im Jahr 2006 als auch 2007 wurden 700 Horden von Silber und 69 arabische Műnzen aus dem Jahr 900 im schwedischen Gotland gefunden.


Im Jahre 2000 erklärte Glen Shake in seinem Buch den Einfluβ der Muslime auf den Handel der Wikinger.

"Die groβen Schätze, die in Gotland bei der Küste Schwedens im Baltikum gefunden wurden, beinhalten etwa 50,000 islamische Münzen...die Münzen wurden dort von Wikingern platziert...die Daten, die auf den islamischen Münzen benutzt wurden, sind durchgehend seit dem Hijrah Jahr 77 gebraucht."

Ibn Fadlan fand zwischen diesen Menschen 5,000 Männern und Frauen, die alle zum Islam konvertiert waren. Sie wurden auf Arabisch al-baringar genannt, was von dem altnordischen Wort voeringer, also Wikinger, kam. Ibn Fadlan baute eine Moschee aus Holz fűr sie damit sie ihre Gebete verrichten konnten und brachte ihnen bei, wie sie zu beten hatten.


Journalistin Judith Gabriel Vinje denkt, daβ arabische Chronisten und Reporter im Gegensatz zu den Europäern keinen Groll gegenűber den Rus hegten und man ihren Berichten eher vertrauen konnte. Die meisten Experten geben zu, daβ die Wikinger im allgemeinen Opfer einer mittelalterlichen schlechten Presse waren.


Die Norsmanner hatten nur ein runisches Alphabet , was nur gut genug war, um Grabsteine und Ortsmarker zu markieren und waren nicht in der Position, ihren Ruf zu beschűtzen. Ihre Heldensagen wurden erst ab dem 12. Jahrhundert niedergeschrieben.

Interessanterweise wurde bei Ausgrabungsarbeiten in Schweden ein Ring gefunden, der in einem Grab einer Wikingerfrau des 9. Jahrhunderts lag. Der Ring ist im gesamten Gebiet von Skandinavien einzigartig. Er ist silberlegiert mit einem Stein, der eine kufisch-arabische Inschrift trägt: Fűr Allah!

Wie die Frau den Ring erhielt ist noch nicht deutlich, aber es wird angenommen, daβ sie ihn durch Handel bekommen hat. Diese Tatsache alleine zeigt schon, daβ es einen direkten Kontakt zwischen den Abbasiden und den Wikingern gegeben haben muβte. Viele Forscher gehen sogar davon aus, daβ einer ihr nahestehenden Bekannter oder sie selber enweder das Kaliphat besucht hatte oder sogar von ihm abstammte!



Isländische Annalen berichten von ankommenden Botschaftern des muslimischen Sultans aus Tunis nach Norwegen in den 1260er Jahren, nachdem König Hakon Hakonsson seine Botschafter zum Sultan geschickt hatte.


Der frűheste bekannte Kontakt zwischen der muslimischen Welt und Island fand 1627 statt, als der holländische Muslim Jan Janszoon und seine Piraten Teile Islands angriffen. Dieses Ereignis steht in Islands Geschichte bekannt als die Tűrkischen Entfűhrungen!

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