Nationalismus vs Islam

Die Ideologie des Nationalismus strebt eine Identifizierung und Solidarisierung aller Mitglieder einer Nation an, verbunden mit einem souveränen Staat. Dabei ist man davon überzeugt, dass die eigene Nation mehr Wert und Bedeutung als eine andere Nation hat. Die eigene Geschichte wird glorifiziert (Erfindung Nationalhelden und spezieller Schlachten) und würdigt häufig andere Nationen herab.


Nationalbewegungen tragen zuerst die Idee und übergeben sie später dem Nationalstaat. Dabei werden folgende Merkmale unterschieden: Staatsangehörigkeit, kulturelle, ethnische, religiöse und/oder Abstammungsmerkmale.


Das 19. Jahrhundert kannte den Begriff Nationalismus zunächst nicht, sondern lediglich den des Nationalstaatsprinzips (Eric Hobsbawm). Ziel nationaler Bestrebungen war es, zersplitterte Territorien zu vereinigen, großräumige Handelszonen zu schaffen, Kultur, Administration und die Verkehrssprache im Interesse einer Nationalökonomie zu vereinheitlichen.



Die Nation im rechtlich-philosophischen Sinne ist das „Staatsvolk“, wobei nicht alle Bewohner eines Territoriums dazuzählen. Beispielsweise zählten die USA schwarze Bewohner und die Eingeborenen anfangs nicht dazu. Die meisten Nationalstaaten erweiterten im 19. Jahrhundert ihr „Staatsvolk“ um ausgeschlossene Bevölkerungsgruppen und gewährten dem Staatsvolk umfangreichere Rechte.


Es war die Französische Revolution im Jahre 1789, die den Nationalismus zu einer Massenideologie umwandelte, die dann im 19. Jahrhundert zunehmend an Kraft gewann.

Im 19. Jahrhundert fand dann die europäische Nationenbildung statt. Nationen wie die Deutschen oder die Italiener entstanden im Jahre 1871, während die Griechen ein vom Osmanischen Reich unabhangiges Griechenland formten und auch andere Nationen diesen Beispielen folgten. Aber auch außerhalb Europas entstanden durch Unabhängigkeitsbestrebungen vom Kolonialismus Nationen in Afrika und in Asien.

Heutzutage ist der Nationalismus im Grunde genommen die Staatsideologie der Welt geworden und hat sogar den Glauben an Gott abgelöst!



Wichtig zu erwahnen ist, dass der Nationalismus unabhangig vom politischen System ist und in allen heutigen Nationen die Grundlage formt. Der Nationalismus unterstützt den Rassismus und kann dadurch zum Zerfall von Staaten führen.


Das Problem des Nationalismus besteht darin, dass er durch die Geburt einer Person vorgegeben wird, die keine Wahl sein kann. Somit ist der Begriff starr, weil er keine andere Identität in sich aufnehmen kann!


In den ehemaligen Kolonien verwendeten Nationalistische Bewegungen die Religion als Symbol der Identität gegen die Kolonialmächte. Die Menschen dieser Welt haben unterschiedliche Identitäten, die miteinander überleben müssen, was kein Problem ist, solange sie nicht in Konflikt geraten!


Die frühere arabische Identität war die Stammesidentität. Man gehörte einem bestimmten Stamm an und gehorchte bestimmten Stammesgesetzen und –bräuchen sowie auch dem Stammeshäuptling, um die Ehre und das Ansehen des eigenen Stammes zu schützen. Dabei ging es hauptsächlich um Schutz und Sicherheit innerhalb des Stammes ---


Der Islam veränderte die Identität innerhalb Medinas und seiner Verfassung, indem er mehr als eine Identität zulies, wobei die islamische Identität die wichtigste war. Die Juden behielten ihre Identität als eigene Ummah mit ihrem eigenen Gesetz und ihrer eigenen Religion. Dabei lag ein gemeinsames Hauptziel vor: die Sicherheit von Medina!


Im Gegensatz zum Nationalismus, nimmt der Islam andere Identitäten in sich auf (49:13) und hat das Potenzial, seine Anhänger zu inspirieren und zu führen. Die muslimische Gemeinschaft existierte in der Vergangenheit und war ideal. Sie folgte Quranische Werte und Regeln.


Da die Ummah-Identität in der Vergangenheit den Tribalismus (Stammesdenken) abgelöst hatte, muss sie heutzutage den Nationalismus ersetzen, nämlich die Nation auf den zweiten Platz stellen und nicht aufgeben. Es sollte andere Kulturen aufnehmen und einbeziehen, da zuvor arabische, byzantinische und persische Kulturen einbezogen wurden.

Der Islam ist strikt gegen Nationalismus und Rassismus!


„O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig.“ (49:13)



Der Prophet Muhammed (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Wahrlich, es gibt keine Vorzüge die ein Araber über einen Nichtaraber besitzt, noch ein Nicht-Araber über einen Araber. Noch gibt es (einen Vorzug) eines weißen Menschen über einen schwarzen Menschen, oder eines schwarzen Menschen über einen weißen Menschen, außer durch TAQWAA (Gottesfurcht)

[Überliefert bei Ahmad (5/411) und authentifiziert von Ibn Taymiyyah in al-Iqtudaa (S.69)]


Es wurde von Abu Da´wud überliefert, dass der Gesandte Allahs (swt) sagte:“Der ist nicht einer von uns der zur `Assabiyyah (Nationalismus/Stammesdenken) aufruft oder für ´Assabiyyah kämpft oder für ´Assabiyyah stirbt.“


Und in einem anderen Hadith, überliefert bei Muslim und Bukhary sagte der Gesandte Allahs (swt) in Bezug auf ´Assabiyyah „Lasst es, die Sache stinkt.“ (Muslim, Bukhari)


„Es gibt vier Sachen der Jahiliyyah, die in meiner Ummah existieren und die nicht aufgegeben werden:


1. Prahlen über die Vorfahren,

2. üble Nachrede,

3. die Sterne nach Regen fragen,

4. Jammern/Wehklagen um die Toten“

[Saheh Muslim (934)]


Imam Asshafii hat folgendes gesagt:

„Wer Nationalismus oder religiöse Rhetorik aufzeigt und dazu aufruft ist von der Shahada abgefallen!“


„Wer zum Nationalismus aufruft, dann ist es so, als ob er in die Genitalien seines Vaters gebissen hat!“ Mishkath al-Masabith (Hadith Sammlung von Muḥammad ibn ʻAbd Allāh Khatib Al-Tabrizi)!!!


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